Das kosten Ferienhäuser und Ferienwohnungen 2026
So können Reisende ihren Sommerurlaub clever planen

Januar 2026
Schnee und Kälte bestimmen aktuell den Alltag, doch der Blick vieler Reisender geht bereits in Richtung Sommerurlaub. Der Sommer-Preisindex 2026 von Holidu zeigt das Preisniveau für Ferienunterkünfte im Sommer und wo Urlauber sparen können.
Für die Analyse hat Holidu die durchschnittlichen Übernachtungspreise für Ferienwohnungen und Ferienhäuser in den beliebtesten europäischen Reisezielen der Deutschen ausgewertet. Der Fokus liegt auf der Hoch- und Nebensaison 2026. Die Ergebnisse geben Orientierung für Reisende, die ihr Urlaubsbudget geschickt planen möchten.
- Ferienwohnungen sind im Sommer 2026 stark gefragt, doch die Preise unterscheiden sich in Europa deutlich nach Land und Region.
- Mittelmeerziele wie Spanien und Italien zählen zu den teuersten Reiseländern in der Hochsaison.
- In Deutschland sind die Preise an Küsten und auf den Inseln hoch, während das Binnenland günstigere Alternativen bietet.
- In Deutschland sind Ferienwohnungen auf Inseln und an der Küste teurer, während Regionen im Binnenland meist günstiger sind.
- Wer außerhalb der Hochsaison reist, spart in vielen Regionen bis zu 30 Prozent pro Nacht.
Hier finden Sie die Unterkunftspreise der Top 100 meistgesuchten Urlaubsziele der Deutschen: www.datawrapper.de/_/KLM9e/

© Holidu
Europa: Gefragte Urlaubsländer mit deutlichen Preisunterschieden
Ein Blick auf europäische Urlaubsländer zeigt große Unterschiede bei den Preisen für Ferienunterkünfte im Sommer. Zu den teuersten Destinationen zählen weiterhin klassische Mittelmeerziele. In Spanien und Italien liegen die Durchschnittspreise in der Hochsaison deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
Spanien erreicht in vielen Regionen Preise von über 190 Euro pro Nacht. Wer auf die beliebten Balearen reist, muss in der Hochsaison tief in die Tasche greifen – Preise von über 300 Euro pro Nacht sind dort keine Seltenheit. Auf dem Festland fällt das Preisniveau spürbar niedriger aus. An der Costa Brava (210 €) oder in Andalusien und der Region Valencia (201 €) kommen Reisende günstiger davon.
Italien liegt im Sommer 2026 im oberen Preissegment: An der Amalfiküste zahlen Urlauber durchschnittlich 355 Euro pro Nacht, am Lago Maggiore dagegen nur 173 Euro. Ländliche Regionen und Gegenden abseits der klassischen Hotspots bieten günstigere Alternativen. Frankreich positioniert sich als preiswertes Reiseziel, wobei die Kosten zwischen dem Atlantik, dem Mittelmeer und dem Binnenland variieren. Besonders günstig sind die Vogesen, wo eine Ferienunterkunft bereits für durchschnittlich 117 Euro pro Nacht zu finden ist.
Günstiger reisen Urlauber nach Osteuropa. Länder wie Ungarn oder Tschechien bieten auch in der Hochsaison vergleichsweise niedrige Preise für Ferienwohnungen im Sommer. Diese Ziele gewinnen bei preisbewussten Reisenden weiter an Bedeutung.
Von der Côte d’Azur bis an die Costa Brava
Wer das Mittelmeer liebt, sollte ein größeres Reisbudget einplanen. An der Côte d’Azur in Frankreich zahlen Urlauber in der Hochsaison durchschnittlich 284 Euro pro Nacht. An der ligurischen Küste belaufen sich Übernachtungspreise auf etwa 288 Euro. Auch Südtirol gehört mit 266 Euro zu den hochpreisigen Regionen. Italien bietet jedoch auch günstigere Alternativen wie Sizilien für 150 Euro pro Nacht an.
In Spanien zeigt sich ein ähnliches Bild. Während Mallorca sehr teuer ist (379 € in der Hochsaison), kostet eine Übernachtung an der Costa Brava im Durchschnitt 224 Euro. Ein echtes Schnäppchen finden Reisende in der französischen Bretagne. Dort kostet eine Nacht in der Hochsaison lediglich 133 Euro. Auch die dänische Nordseeküste lockt mit moderaten 156 Euro pro Nacht viele Besucher an.
Urlaub in der Heimat: Die Preise in Deutschland
In Deutschland zeigen sich deutliche Preisunterschiede zwischen Inseln, Küstenregionen und dem Binnenland. Sylt bleibt das exklusivste Pflaster für deutsche Urlauber. Mit 349 Euro pro Nacht übertrifft die Insel sogar viele südeuropäische Destinationen. Auch an der Nordsee liegen die Preise mit durchschnittlich 233 Euro pro Nacht auf hohem Niveau. Wer die Ostsee bevorzugt, zahlt dort im Schnitt 166 Euro.
Günstiger wohnen Urlauber in Süddeutschland oder in der Mitte des Landes. Der Schwarzwald bietet Unterkünfte für 133 Euro pro Nacht an. Im Sauerland kosten Ferienwohnungen durchschnittlich 125 Euro. Der Harz stellt mit 115 Euro das günstigste Ziel in der deutschen Analyse dar. Diese Preisspannen ermöglichen Urlaub für jedes Budget innerhalb der Bundesrepublik.
Sparpotenzial nutzen: Der Wechsel in die Nebensaison
Ein genauer Blick auf die Saisons lohnt sich für alle Reisenden. Die Preise für Ferienunterkünfte im Sommer sinken in der Nebensaison deutlich. Im europäischen Durchschnitt sparen Urlauber rund 18 Prozent, wenn sie außerhalb der Hauptreisezeit buchen. Besonders extrem fällt dieser Unterschied auf Menorca (-43%), Bornholm (-43%) und an der Costa Brava (-38%) aus. Hier fallen die Kosten nach der Hochsaison enorm.
Auch auf Elba oder in Istrien profitieren Reisende von sinkenden Preisen nach der Hauptsaison. Innerhalb Deutschlands zahlt sich die Nebensaison besonders auf Usedom und Rügen aus, denn hier beträgt der Übernachtungspreis 43 Euro bzw. 39 Euro weniger als zur Hochsaison. Wer flexibel ist, sollte diese Zeiträume gezielt für die Buchung nutzen. So bleibt mehr Budget für Aktivitäten vor Ort oder Restaurantbesuche übrig.
Praktische Tipps für Reisende
- Saison genau prüfen: Nicht jede Nebensaison ist günstiger. Ein Preisvergleich über mehrere Wochen lohnt sich.
- Flexibel an- und abreisen: Wer Wochentage statt Wochenenden nutzt, findet oft bessere Konditionen. Der Samstag ist schon längst nicht mehr der klassische Anreisetag. Sucht man nicht tagesgenau, sondern ist beim Reisezeitraum etwas flexibel, lässt sich auch sparen.
- Regionen miteinander vergleichen: Inlandregionen können preislich deutlich unter den Küstenlagen liegen. Mit der Kartenfunktion von Holidu lassen sich alternative Lagen gezielt vergleichen. Schon wenige Kilometer außerhalb der touristischen Hotspots sind die Preise häufig deutlich niedriger.
- Früh buchen lohnt sich: Frühbucher können aus einem großen Angebot wählen und finden Unterkünfte zu guten Preisen. Viele Gastgeber bieten mittlerweile kostenlose Stornierungsoptionen, sodass man auch bei einer frühen Buchung für den Notfall flexibel bleibt.
- Last-Minute nutzen: Wer flexibel bleibt, findet durch kurzfristige Buchungen mitunter günstigere Ferienhäuser, hat jedoch weniger Auswahl.

© Chelsea Gates_Unsplash
Neue Regeln und Gebühren: Was Reisende 2026 im Ausland erwartet
Mehrere beliebte Reiseländer erhöhen 2026 ihre Gebühren, um den Massentourismus zu steuern und die Infrastruktur zu finanzieren:
Niederlande
Ab dem 1. Januar 2026 steigt die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen drastisch von 9 Prozent auf 21 Prozent. Das betrifft auch Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Zusammen mit der bereits hohen Ortstaxe (in Amsterdam ca. 12,5 %) kann die Steuerlast für Urlauber dort auf über 30 Prozent steigen.
Norwegen
Das Land führt 2026 eine neue kommunale Tourismussteuer ein. Betroffene Gemeinden können dann eine Abgabe von bis zu 3 Prozent auf Übernachtungskosten erheben.
In einigen bei Touristen gefragten Städten in Europa kommt es zu neuen Gebühren und Preiserhöhungen für Sehenswürdigkeiten:
Venedig
Die Stadt weitet ihr Eintrittssystem für Tagestouristen aus. An 60 Tagen zwischen April und Juli 2026 wird eine Gebühr fällig. Diese kostet 10 Euro, bei frühzeitiger Buchung (mindestens 4 Tage im Voraus) reduziert sie sich auf 5 Euro.
Rom
Für den Besuch des berühmten Trevi-Brunnens wird ab Anfang Januar 2026 ein Eintrittsgeld von 2 Euro fällig, um die Besucherströme besser zu lenken.
Methode
Die Daten für diese Studie wurden am 13. Januar 2026 aus der Holidu-Datenbank erhoben. Ermittelt wurde der durchschnittliche Preis pro Nacht für eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus für zwei bis acht Personen im Zeitraum vom 01.06.2026 bis 01.09.2026 (Hochsaison) und 01.09.2026 bis 31.10.2026 (Nebensaison). Dabei wurde für besonders verlässliche Daten der Mittelwert über dem Median gebildet und statistische Ausreißer nicht berücksichtigt. Das Ranking der beliebtesten Urlaubsregionen bezieht sich auf die Suchanfragen der Nutzer der Website www.holidu.de für einen Aufenthalt mit dem Check-in zwischen dem 01.06.2026 und 31.10.2026. Holidu verwaltet direkt mehr als 50.000 Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Europa und listet zudem Millionen Ferienunterkünfte weltweit. Die Holidu-Website verzeichnet jedes Jahr mehr als 100 Millionen Besucher. www.holidu.de