Ferienhaus-Studie 2026: Preise bleiben trotz Kostendruck stabil
Mehr als jeder zweite Vermieter verzichtet auf Preiserhöhungen. Der Durchschnittspreis liegt im Sommer bei 149 Euro pro Nacht.

München, März 2026 – Während die Lebenshaltungskosten steigen, bleibt der Urlaub im Ferienhaus preislich recht stabil. Drei Viertel aller Vermieter erhöhen entweder gar nicht oder nur minimal im niedrigen einstelligen Bereich. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Portals Holidu unter mehr als 1.000 Gastgebern in Deutschland. Mit einem Durchschnittspreis von 149 Euro pro Nacht bleibt Deutschland zudem deutlich günstiger als beliebte Mittelmeer-Ziele wie Spanien oder Italien.
Steigende Kosten, aber nur begrenzte Preisanpassungen
59 Prozent der befragten Vermieter wollen ihre Preise 2026 nicht erhöhen. 41 Prozent wollen ihre Preise anpassen. Die geplanten Aufschläge fallen überwiegend niedrig bis moderat aus: 14 Prozent erhöhen um bis zu drei Prozent, 12 Prozent um vier bis fünf Prozent. Preissprünge von mehr als zehn Prozent bleiben die Ausnahme.
Gestiegene Kosten für Energie, Reinigung und Instandhaltung sind der wichtigste Grund für Preiserhöhungen. 77 Prozent der Vermieter, die ihre Preise anheben, führen diese Ausgaben an. Weitere nennen die Angleichung an regionale Marktpreise sowie Investitionen in Ausstattung oder Renovierung.
„Wir beobachten seit Jahren, dass Vermieter trotz steigender Energie- und Instandhaltungskosten die Mietpreise stabil halten oder nur moderat erhöhen. Das spricht für eine Branche, die Preisanpassungen mit Augenmaß vornimmt und dabei sehr genau auf Nachfrage und Wettbewerbsfähigkeit achtet.“
— Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands
Feste Preise dominieren
Wer früh bucht, weiß in Deutschland meist genau, was er zahlt: 46 Prozent der Vermieter verlangen laut der Umfrage das ganze Jahr denselben Preis, ein weiteres Drittel passt die Tarife lediglich zur Haupt- und Hochsaison an.
Dynamische Preissysteme, bei denen sich Tarife laufend an Nachfrage und Auslastung anpassen, nutzen hierzulande nur wenige Gastgeber. In Italien und Spanien ist das anders: Dort arbeiten 15 beziehungsweise 14 Prozent der Vermieter mit flexiblen Preismodellen.
„Hier liegt noch Potenzial für Vermieter. Flexible Preise können helfen, freie Zeiträume besser auszulasten. Kurzfristige Anpassungen ermöglichen es, zusätzliche Gäste anzusprechen.“
— Heike Müller, Pressesprecherin Holidu
Flexible Urlauber, die sehr kurzfristig buchen, können so von günstigeren Preisen profitieren.
Nachfrage bleibt hoch: frühe Planung zahlt sich aus
Die Erwartungen der Gastgeber deuten auf ein starkes Reisejahr hin. 92 Prozent rechnen 2026 mit stabiler oder steigender Belegung. Auch an Nord- und Ostsee gehen 39 Prozent der Vermieter von steigender Nachfrage aus, 52 Prozent rechnen mit einem ähnlichen Niveau wie 2025.
Für Urlauber bedeutet das: Das Angebot bleibt groß, aber die Nachfrage ebenfalls. Wer auf bestimmte Regionen oder Ferienzeiten angewiesen ist, sollte früh buchen.
Was erwarten Gastgeber für ihre Buchungen dieses Jahr?
Mehr Buchungen als letztes Jahr
Ähnlich viele Buchungen wie letztes Jahr
Weniger Buchungen als letztes Jahr
So viel kosten Ferienunterkünfte im Sommer 2026
Ferienhäuser und Ferienwohnungen kosten im Durchschnitt 149 Euro pro Nacht. Damit bleibt Deutschland günstiger als Österreich mit 210 Euro, Spanien mit 200 Euro und Italien mit 180 Euro.
In Deutschland unterscheiden sich die Durchschnittspreise je nach Region deutlich. Sylt liegt mit 349 Euro pro Nacht an der Spitze und zählt damit zu den hochpreisigen Reisezielen. An der Nordsee zahlen Urlauber im Schnitt 233 Euro pro Nacht. An der Ostsee liegt der Durchschnitt bei 166 Euro.
Im Süden und in der Mitte Deutschlands liegen die Durchschnittspreise unter denen der Küstenregionen. Im Schwarzwald kostet eine Unterkunft im Schnitt 133 Euro pro Nacht, im Sauerland 125 Euro. Für den Harz wurden durchschnittlich 115 Euro pro Nacht ermittelt.

Ferienhaus im Schwarzwald. Eine Unterkunft in der Region kostet im Durchschnitt 133 Euro pro Nacht in der Hochsaison.
„Die Preise hängen stark von Lage, Größe und Ausstattung der Unterkunft ab. Auch auf Sylt gibt es günstigere Angebote, etwa abseits der direkten Strandlage. Und im Schwarzwald finden sich ebenso hochwertige und entsprechend hochpreisige Ferienhäuser. Durchschnittspreise dienen Urlaubern dennoch als wichtige Orientierungshilfe: Sie zeigen, auf welchem Niveau sich eine Region insgesamt bewegt und helfen dabei, die besten Angebote herauszufiltern.“
— Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands
Eine ausführliche Preis-Analyse zu Ferienhäusern und Ferienwohnungen 2026 mit allen Durchschnittspreisen nach Regionen sowie dem internationalen Vergleich finden Sie hier: